Bienen im Winter

Winterbienen und Sommerbienen – wie unterscheiden diese sich?

Grundsätzlich wird zwischen Sommerbienen und Winterbienen unterschieden. Doch was ist hier eigentlich genau der Unterschied?

Sommerbienen schlüpfen im Frühjahr bis Spätsommer. Diese sind für die Honigproduktion, die Stockpflege und die Betreuung der Larven und der Königin zuständig und werden somit auch als Arbeitsbienen bezeichnet. Sommerbienen haben also viel zu tun und sind dadurch „gestresster“ und werden nur ca. 6 – 8 Wochen alt.

Winterbienen hingegen werden deutlich älter, diese müssen den ganzen Winter überleben. Winterbienen schlüpfen ca. ab dem Monat Oktober. Ab diesem Zeitpunkt halten sich die Bienen fast ausschließlich im Bienenstock auf und nur an wenigen Tagen, an denen die Temperaturen 12° Celsius übersteigen, begeben sich Bienen in der kalten Jahreszeit auf einen Reinigungsflug, um den Stock sauber zu halten und ihre Kotblase zu entleeren.

 

Bienen im Winter – wie begegnen Bienen der kalten Jahreszeit?

Die Gesamtanzahl der Bienen im Bienenstock sinkt nach den Sommermonaten von ca. über 50.000 auf ca. 10.000 bis 20.000 Bienen im Winter. Je nach Volksstärke und Beutenmaß überwintert der Imker seine Bienen auf einer oder zwei Zargen. Nach der Honigernte ist es wichtig, dass der Imker dem Bienenvolk ausreichend Nahrung zur Verfügung stellt. Hier spricht man vom auffüttern der Bienen für den Winter. In unserem separaten Beitrag erfahren Sie alles zum Thema Bienen füttern.

Bienen überwintern, indem sie in ihrem Stock eine Traube bilden, in der sie sich gegenseitig wärmen. Dabei sitzt die Königin in der Mitte der Traube und alle Bienen versammeln sich um diese herum. Die Bienen an der Außenseite der Traube werden regelmäßig von weiter in der Mitte sitzenden Bienen abgelöst. Die Bienen erzeugen Wärme durch Bewegung ihrer Flugmuskulatur. So pendelt sich die Temperatur im Bienenstock zwischen 20° und 30° Celsius ein. Je stärker das Bienenvolk ist, also je mehr Bienen sich im Volk befinden, desto weniger wird jede einzelne von ihnen beansprucht und desto höher und besser ist die Überlebenschance durch den Winter des gesamten Volkes.

Durch diese Ruhe wird der Stoffwechsel der Bienen auf ein Minimum runtergefahren und somit können die Winterbienen mit dem eingelagerten Futterreserven überleben. Dabei wird das eingelagerte Futter von jenen Bienen, die an den Futterwaben sitzen, aufgenommen und an die restlichen Bienen im Bienenstock weiter gegeben.

 

Bienen im Winter unterstützen – wie überwintere ich meine Bienen richtig?