Bienensterben

Bienensterben ist ein globales Thema

Bienensterben betrifft die ganze Welt – der erste Aufruf kam allerdings aus Amerika. Dort fehlten, durch die Verluste von tausenden Bienenvölkern, die so wichtigen, kleinen Bestäuber für die größte Mandelplantage der Welt in Kalifornien. Da ohne Bestäubungsleistung der Bienen der Ertrag um mindestens 40% sinken würde, importierte man eine unvorstellbare Anzahl an Bienenvölkern aus Australien, um die eigenen Verluste zu kompensieren. So richtete sich das erste Mal die Aufmerksamkeit auf das Bienensterben.

Bienensterben Gründe – worin liegen die Ursachen?

Allgemein kann man sagen, dass, wie so oft, viele Faktoren für das Bienensterben verantwortlich sind. Einige Gründe für das Bienensterben können folgende sein:

Varroa

Die Varroa ist mit Sicherheit einer der Hauptverursacher des Bienensterbens. Die sogenannten Varroa Milben können die Bienen soweit schwächen, dass ein Überleben gefährdet ist. Hier kann aktuell nur durch konsequente Hilfe des Imkers entgegengewirkt werden. Alles zum Thema Varroabehandlung lesen Sie hier.

Bienensterben und Monokulturen

Früher gab es noch überall Blumenwiesen oder zumindest Wiesenstreifen mit verschiedensten Blumen an den Wegrändern. Heutzutage herrschen meistens Monokulturen und Wiesenflächen verschwinden vermehrt. Diese Bedingungen sind alles andere als optimal für Bienen. Durch Monokulturen kommt es teilweise zu einem Überangebot an Blütenflächen und in der nächsten Phase wieder zu kompletten „Trachtpausen“. Das Nahrungsangebot für Bienen ist somit einige Tage überfüllt und dann aber fast komplett verschwunden.

Insektizide und Unkrautvernichtungsmittel

Ein Thema, das sehr umstritten ist. Insektizide und Unkrautvernichtungsmittel wirken sich natürlich auch negativ auf die Bienen aus. Insektizide töten nun mal Insekten. Hiervon sind leider nicht nur Schädlinge, sondern auch Nützlinge betroffen. Verschiedenste „Gifte“ setzten sich an den Pflanzen und Blüten fest und werden so auch von den Bienen beim Besuch dieser Blüten aufgenommen.

Bienensterben und seine Folgen - welche Konsequenzen ergeben sich für die Umwelt?

Die Bestäubungsleistung der Biene trägt wesentlich zur Ernährung der Menschheit bei. Wohl noch viel mehr als so manch einer glauben mag.

Wussten Sie, dass alleine 57 Pflanzenarten auf der Welt 80% der Ernährung der Welt ausmachen? Und davon wiederum 80% dieser Pflanzenarten von der Bestäubung durch Bienen abhängig sind?

Die Ernährung der Menschen wäre ohne die Bestäubung sehr eingeschränkt. Nicht umsonst wird die Biene als drittwichtigstes Tier der Welt eingestuft. Für die gesamte Umwelt, aber auch für die Wirtschaft, hätte ein großes Bienensterben enorme Auswirkungen. Hier kommt somit auch die wichtigste Tätigkeit des Imkers ins Spiel. Es ist eigentlich nicht der Honig, sondern die Bestäubungsleistung der Bienen, die an erster Stelle steht. Da Bienen von Natur aus aktuell aber fast gar nicht mehr überleben können, ist die Leistung des Imkers von unvorstellbarem Wert für uns alle.

Bienensterben verhindern - was kann ich dagegen tun?

  • Vermehrt bienenfreundliche Pflanzen setzen. Es gibt spezielle Bienenweiden welche ein sehr gutes Nahrungsangebot für Bienen bieten.
  • Wert auf biologische bzw. nachhaltige Landwirtschaft legen und diese unterstützen. Aktuell zeigen viele Trends genau in diese Richtung.
  • Am besten selbst Bienen halten. Dies ist auch als Hobby mit nur ein paar Völkern möglich und man kann in die faszinierende Welt der Bienen eintauchen.
  • Ebenfalls ein guter Weg den Bienen zu helfen ist, den Honig beim regionalen Imker zu kaufen. Dies stärkt automatisch die Region, in der man lebt, und fördert örtlich ansässige Arbeiten.

Bienensterben aufhalten

Bienensterben geht uns alle an. Nur durch gute Zusammenarbeit zwischen Imkern, Landwirten und der Bevölkerung kann unsere Zukunft bestmöglich gestaltet werden. Jeder Imker leistet einen wertvollen Beitrag dazu. Wir versuchen, diese bestmöglich bei ihrer Arbeit zu unterstützen.