Oxalsäure
Oxalsäure für Bienen: Effektive Varroabehandlung in der Imkerei
Die Varroamilbe gehört zu den größten Bedrohungen für die Gesundheit von Bienenvölkern. Um die wertvollen Insekten nachhaltig zu schützen, setzen Imker seit vielen Jahren erfolgreich auf Oxalsäure. Sie gilt als besonders wirksam, bienenschonend und hinterlässt keine Rückstände im Honig. Ob Träufeln, Sprühen oder Verdampfen (Sublimieren) – die richtige Anwendung von Oxalsäure ist ein unverzichtbarer Bestandteil einer effektiven Varroabehandlung in der Imkerei.
Was ist Oxalsäure?
Oxalsäure ist eine natürliche organische Säure, die in vielen Pflanzen wie Rhabarber, Spinat oder Mangold vorkommt. Chemisch zählt sie zu den Dicarbonsäuren und zeichnet sich durch ihre kristalline, farblose Struktur aus. Obwohl sie in der Natur weit verbreitet ist, spielt Oxalsäure vor allem in der Imkerei eine zentrale Rolle.
Oxalsäure in der Imkerei
Ein wichtiger Anwendungsbereich von Oxalsäure ist die Varroa-Bekämpfung bei Bienen. Die Varroamilbe stellt eine der größten Gefahren für Bienenvölker dar. Mit Oxalsäure können Imker ihre Völker wirksam behandeln, ohne die Bienen oder den Honig zu belasten. Dabei wird die Säure entweder geträufelt, verdampft oder gesprüht, abhängig von der jeweiligen Methode.
Oxalsäurebehandlung
Eine Oxalsäurebehandlung bei Bienen gilt als besonders bienenschonend und kann – je nach Jahreszeit und Volkssituation – auf verschiedene Arten durchgeführt werden. Im Folgenden stellen wir die drei wichtigsten Methoden vor.
Oxalsäure Träufelmethode
Bei der Träufelmethode wird eine Oxalsäurelösung direkt zwischen die Wabengassen auf die Bienen geträufelt.
Anwendungszeitraum: Spätherbst oder Winter, wenn keine Brut vorhanden ist, aber auch im Frühjahr vor der Tracht.
Vorteile: Einfache Durchführung, besonders gute Wirksamkeit bei brutfreien Völkern.
Für die Träufelbehandlung mit Oxalsäure gibt es verschiedene Zugelassene Oxalsäure-Produkte:
Oxläure Sprühmethode
Bei der Sprühbehanldung mit Oxalsäure wird eine feine Oxalsäurelösung direkt auf die Bienen bzw. auf die Waben gesprüht.
Anwendungszeitraum: Vor allem bei Kunstschwärmen oder Ablegern.
Vorteile: Sehr gute Kontaktwirkung, schnelle Anwendung.
Für die Träufelbehandlung eignet sich Oxuvar am besten:
Oxalsäure Verdampfen (Sublimation)
Bei der Verdampfung wird Oxalsäure in einem speziellen Verdampfer erhitzt und als feiner Nebel im Bienenvolk verteilt.
Anwendungszeitraum: Ganzjährig möglich, insbesondere in der brutfreien Zeit.
Vorteile: Sehr hohe Wirksamkeit, kann mehrfach angewandt werden.
Hinweis: Schutzmaßnahmen für den Imker (Maske, Schutzbrille) unbedingt einhalten.
Bei der Oxalsäure-Verdampfung benötigt man einen entsprechenden Verdampfer und ein Oxalsäurepulver:
Wie wirkt Oxalsäure bei den Bienen?
Oxalsäure entfaltet ihre Wirkung hauptsächlich durch den direkten Kontakt. Wenn die Oxalsäure also geträufelt, gesprüht oder verdampft wird, verteilt sich diese auf den Bienenkörpern und erreicht so auch die auf ihnen sitzenden Varroamilben. Die Oxalsäure schädigt die äußere Hülle der Varroamilben, dadurch verlieren diese Wasser, trocknen aus und sterben innerhalb kurzer Zeit ab.
Achtung: Oxalsäure wirkt nicht in die verdeckelte Brut. Deshalb wird die Oxalsäure-Behandlung vor allem bei brutfreien Bienenvölkern oder als Blockbehandlung über einen längeren Zeitraum empfohlen.
Welche Methode bei Oxalsäure Bienen ist die richtige?
Die Wahl der passenden Oxalsäurebehandlung hängt von der Volksstärke, der Jahreszeit und der Brutentwicklung ab. Während das Träufeln vor allem im Herbst und im Frühjahr eingesetzt wird, eignet sich das Sprühen gut für Ableger und Kunstschwärme. Die Oxalsäure-Verdampfung bietet eine besonders flexible und wirksame Methode, erfordert jedoch spezielle Geräte und Schutzausrüstung.
Oxalsäure als Reinigungsmittel und Oxalsäure zur Wachsaufhellung in der Imkerei
Oxalsäure ist nicht nur ein bewährtes Mittel zur Varroabehandlung bei Bienen, sondern findet auch Anwendung als Reinigungsmittel und zur Wachsaufhellung. Viele Imker nutzen die vielseitigen Eigenschaften der organischen Säure, um Arbeitsgeräte sauber zu halten und Wachsprodukte optisch aufzuwerten.
Oxalsäure als Reinigungsmittel
In der Imkerei kommen zahlreiche Materialien mit Honig, Propolis und Wachs in Kontakt – Rückstände, die sich oft nur schwer entfernen lassen. Oxalsäure hilft hier auf natürliche Weise. Mit einer fachgerechten Anwendung bleiben Beutenteile, Rähmchen und andere Arbeitsgeräte hygienisch sauber und langlebig.
Wachsaufhellung mit Oxalsäure
Ein weiterer Vorteil von Oxalsäure ist ihre Fähigkeit zur Aufhellung von Bienenwachs. Oxalsäure ist wasserlöslich und hinterlässt deshalb keine Rückstände im Bienenwachs. Dunkles oder verfärbtes Wachs kann mit Oxalsäure wieder eine hellere, ansprechendere Farbe erhalten. Besonders beim Einschmelzen und Reinigen von Altwachs sorgt die Säure für ein sauberes, reines Erscheinungsbild. Das aufgehellte Wachs eignet sich ideal für die Weiterverarbeitung zu Kerzen.
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Oxalsäure ist nicht nur ein natürlicher Pflanzenstoff, sondern auch ein unverzichtbares Hilfsmittel in der Imkerei. Sie ermöglicht eine effektive und schonende Varroa-Behandlung bei Bienen und trägt so zum Schutz der Bienenvölker bei. Außerdem ist Oxalsäure bestens zur Aufhellung von Wachs und als Reinigungsmittel geeignet.
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